Gesundes Wissen – Smartphones und Brillen sind Bakterienschleudern

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Alles mit dem wir regelmäßig in Berührung kommen trägt auch unsere Hautkeime. Mindestens! Wenn nicht sogar auch Krankheitserreger darunter sind. Das gilt für Klobrillen ebenso wie für Sehbrillen. Aber natürlich auch Handys und Smartphones. Alles eben was wir intensiv nutzen und bei dem Hautkontakt eine Rolle spielt.

So ist es auch keine Überraschung, dass Touchscreens von Smartphones und Brillenbügel aus bakteriologischer Sicht ein Abbild unserer normalen Hautflora darstellen. Das ist weder gefährlich noch ungesund, vielleicht etwas unangenehm, weil siffig. Gefährlich könnte es werden, wenn sich unter die harmlose Hautflora Krankheitserreger und resistente Keime mischen.

Krankheitserreger auf Brillen und Smartphones

Dieser Frage nahmen sich Mikrobiologen und Klinikhygieniker an. Sie untersuchten die mikrobielle Besiedlung von Brillen und Smartphones von Trägern und Usern in unterschiedlichen privaten wie beruflichen Umgebungen. Unabhängig vom Umfeld waren auf allen untersuchten Proben mehr als die Hälfe der nachgewiesenen Keime potenziell Krankheitserreger.

Auf den Brillen auch solche, die für Augenerkrankungen verantwortlich gemacht werden. Als geradezu besorgniserregend müssen die Ergebnisse der bakteriologischen Untersuchung der Smartphones von Patienten und Mitarbeitern in Krankenhäusern eingestuft werden. Auf diesen fand sich alles wieder, was im Krankenhaus als resistent, teils multiresistent oder krankheitserregend eingestuft wird. Darunter auch die schwer zu behandelnden MRSA.

Stellt sich die Frage, wie die Ergebnisse zu bewerten sind und ob sie eine Gefahr für Träger und User darstellen. Hier kommt von den Mikrobiologen eine Entwarnung mit Einschränkungen. Für gesunde Menschen mit intaktem Immunsystem stellen die Keime auf Brille und Handy wohl keine Gefahr dar. Anders die Situation für Menschen mit Immunschwäche. Bei diesen könnten die Krankheitserreger auf den Geräten zu einer Gefahr werden.

Auch ist zu bedenken, dass die auf Brille und Handy befindlichen Keimen mit den Händen auf andere Personen übertragen werden können. Deshalb raten die Mikrobiologen Handy und Brille regelmäßig zu reinigen. Je nach Methode kann damit die Keimbelastung um 80% bis 99% reduziert werden.

Tipp: Regelmäßig Handy und Brille, Gestell nicht vergessen, mit Brillenputztüchern reinigen. Damit können Infektionsgefahr und die Übertragung von Keimen praktisch gebannt werden.

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